BENN im Märkischen Viertel

Infos zur Flüchtlingsunterkunft

Neue Unterkunft für geflüchtete Menschen im Märkischen Viertel

Im Märkischen Viertel am Senftenberger Ring entsteht derzeit eine neue Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen. Mit diesem Informationsschreiben möchten wir – das Team vom Integrationsmanagement BENN im MV – Sie über aktuelle Entwicklungen zur geplanten Unterkunft informieren. Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wie ist der aktuelle Stand?

Die zwei neuen Gebäude am Senftenberger Ring 37/39 bieten Platz für etwa 400 Personen. Eigentümer der Gebäude ist die GESOBAU AG.

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ist Mieter der Gebäude und hat nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren die Berliner Stadtmission als Betreiber der Unterkunft beauftragt. Ebenso wählt das LAF die Personen und Familien aus, die in den Gebäuden wohnen werden. Im Moment gehen wir davon aus, dass die neuen Bewohner Ende 2018 einziehen werden.

Welche Menschen werden in die Unterkunft einziehen?

Das wissen wir noch nicht, denn darüber wird das LAF erst sehr kurzfristig entscheiden. Sicher ist aber, dass es geflüchtete Menschen sein werden, die bereits länger in Berlin sind und die daher bereits Erfahrungen mit dem Leben in Deutschland und so auch mit der deutschen Sprache gemacht haben.

Familien mit Kindern, Alleinstehende und Wohngemeinschaften werden hier ihr neues Zuhause finden. In den neuen Gebäuden gibt es abgeschlossene Wohneinheiten mit Bädern und Kochgelegenheiten. Insbesondere für Familien ist das ein großer Gewinn, da viele von ihnen bisher in schwierigen Wohnverhältnissen ohne Privatsphäre leben – z.B. in Notunterkünften mit Gemeinschaftsbädern und -küchen.

Wer betreut die neuen Nachbarn? 

Die Berliner Stadtmission ist der Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft. Der Betreiber organisiert das Zusammenleben in der Unterkunft, achtet auf Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit und stellt u.a. das Personal für Leitung, Verwaltung, Kinderbetreuung und Sozialarbeit vor Ort ein.

Was bedeutet BENN? Und was bietet BENN im MV für „alte“ und für „neue“ Nachbarn?

Die Abkürzung BENN steht für Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften – ein Programm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Im Auftrag des Berliner Senats setzen wir uns dafür ein, gemeinsam mit alteingesessenen Nachbarn, Bewohnern der Unterkunft, Schulen, Kitas und anderen sozialen Einrichtungen im Märkischen Viertel eine lebendige und bunte Nachbarschaft zu gestalten – u.a. durch Feste und gemeinsame Veranstaltungen.

Wir möchten dazu beitragen, dass möglichst viele Begegnungen in der Nachbarschaft und rund um die Unterkunft stattfinden. Das Team von BENN im MV unterstützt dies tatkräftig vor Ort. Zusätzlich stellt der Senat finanzielle Mittel für nachbarschaftliche Projekte zur Verfügung, die allen Menschen im MV zu Gute kommen. Gerne greifen wir Ihre Ideen und Anregungen für die Verwendung dieser Mittel auf – sprechen Sie uns an!

Wir sind oftmals im direkten Gespräch mit Anwohnern, informieren bei Veranstaltungen und im Internet über die Unterkunft und die Entwicklungen in der Nachbarschaft. Nachbarn, Geflüchtete und alle anderen Menschen im Umfeld der Unterkunft sollen gut informiert sein, sich aktiv einbringen können und ihr Leben selbstständig gestalten.

Wie steht es mit Kita- und Schulplätzen für die Familien aus der Unterkunft? Bereits jetzt gibt es ja nicht genügend Plätze.

In der Unterkunft wird es eine stundenweise Kinderbeaufsichtigung für Kinder im Kita-Alter geben, damit Eltern, die bisher keinen Kitaplatz haben, Termine bei Behörden wahrnehmen oder z.B. Sprachkurse besuchen können.

Darüber hinaus sind im Märkischen Viertel insgesamt mehr als 450 zusätzliche Kitaplätze in Vorbereitung – für alte und neue Nachbarn gleichermaßen. Im Rahmen des Neubaus auf der benachbarten „Bettina-Brache“ entstehen beispielsweise 120 zusätzliche Kitaplätze. Durch den Ausbau der Grundschulen werden im Märkischen Viertel bis 2021 zusätzlich etwa 500 Schulplätze entstehen. So bekommen u.a. die Chamisso Grundschule, die Märkische Grundschule Staatliche Europa-Schule Berlin sowie die Grundschule an der Peckwisch jeweils einen Neubau und somit mehr Kapazitäten.

Wie kann ich die neuen Nachbarn kennenlernen? 

Die zahlreichen Erfahrungen mit den Reinickendorfer Flüchtlingsunterkünften zeigen, dass der direkte Kontakt die beste Möglichkeit zur Begegnung und zum Kennenlernen ist. Daher möchten wir Sie einladen, sich aktiv zu beteiligen und Ihre neuen Nachbarinnen und Nachbarn kennenzulernen. Wir von BENN im MV beraten Sie gerne dazu, wo es Begegnungsmöglichkeiten gibt und welche Unterstützung aktuell gebraucht wird.

An wen kann ich mich mit meinen Fragen, Ideen und Vorschlägen zur Flüchtlingsunterkunft wenden?

Für Ihre Fragen und Anliegen stehen wir von BENN im MV Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns telefonisch unter (030) 510 523 47 oder 0176 581 512 77, außerdem per E-Mail unter info@BennImMV.de  Weitere Infos zu BENN und zu unseren aktuellen Veranstaltungen finden Sie im Internet unter www.BennImMV.de 

Gerne laden wir Sie zu einem Gespräch in unsere Sprechstunden ein:

  • Immer montags, 14 – 16 Uhr in der GESOBAU Nachbarschaftsetage, Wilhelmsruher Damm 124
  • Immer donnerstags, 10 – 12 Uhr, Ribbeckhaus, Senftenberger Ring 54

Mit Ihren Anliegen zur Unterkunft können Sie sich gerne direkt an den Betreiber – die Berliner Stadtmission – wenden. Dort wurde für Fragen rund um das Thema Engagement und Unterstützung die Position eines Ehrenamtskoordinators geschaffen: Herr Braun, E-Mail: braun@berliner-stadtmission.de, Mobil: 0151 165 847 70.