BENN im Märkischen Viertel

Neue Unterkunft für geflüchtete Menschen im Märkischen Viertel

Im Märkischen Viertel am Senftenberger Ring ist eine Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen entstanden. Mit diesem Informationsschreiben möchten wir – das Team vom Integrationsmanagement BENN im MV – Sie über aktuelle Entwicklungen rund um die Unterkunft informieren. Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Wie ist der aktuelle Stand?

Im Winter 2018/2019 sind die Bewohnerinnen und Bewohner in die zwei Neubauten am Senftenberger Ring 37/39 eingezogen. Die Gebäude bieten Platz für etwa 400 Personen. Eigentümer ist die GESOBAU AG. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ist Mieter der Gebäude und hat die Berliner Stadtmission mit dem Betrieb der Unterkunft beauftragt.

Die Berliner Stadtmission organisiert das Zusammenleben in der Unterkunft, achtet auf Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit und stellt zum Beispiel das Personal für Leitung, Verwaltung, Kinderbetreuung und Sozialarbeit.

In den neuen Gebäuden gibt es 109 abgeschlossene Wohneinheiten mit Bädern und Küchen. Insbesondere für Familien ist das ein großer Gewinn, da viele von ihnen zuvor in schwierigen Wohnverhältnissen ohne Privatsphäre leben mussten – z.B. in Unterkünften mit Gemeinschaftsbädern und ohne eigene Kochmöglichkeiten.

Welche Menschen wohnen in der Unterkunft?

Viele der neuen Bewohnerinnen und Bewohner sind aus anderen Reinickendorfer Flüchtlingsunterkünften ins Märkische Viertel gezogen. Den neuen Nachbarinnen und Nachbarn sind der Bezirk Reinickendorf und die hiesigen Stadtteile also bereits gut vertraut. Viele sprechen Deutsch auf einem alltagstauglichen Niveau.

In das Gebäude sind viele Familien mit Kindern eingezogen. Knapp die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft sind Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren. Da die Kinder und Jugendlichen auch bisher schon in Reinickendorf gewohnt haben, kann ein Großteil weiterhin die bisherigen Schulen besuchen – bestehende soziale Bindungen bleiben dadurch erhalten. Eher wenige Kinder werden auf eine der Schulen des Märkischen Viertels wechseln.

Die Nationalitäten in der Unterkunft sind sehr vielfältig: Menschen aus dem arabischen Raum (z.B. Syrien und Irak) leben gemeinsam mit Nachbarinnen und Nachbarn aus afrikanischen Ländern (etwa Nigeria, Eritrea und Äthiopien), aus Asien (zum Beispiel Afghanistan und Pakistan) und aus russischsprachigen Regionen (zum Beispiel aus Tschetschenien).

Welche Angebote gibt es vor Ort?

  • Die Mitarbeitenden der Berliner Stadtmission beraten und unterstützen die Bewohnerinnen und Bewohner, zum Beispiel bei Fragen im Umgang mit Behörden.
  • Es gibt Angebote für Eltern, die sich mit Kleinkindern im Kinderraum treffen können.
  • An mehreren Tagen wird eine Kinderbeaufsichtigung für Kinder im Kita-Alter angeboten, damit Eltern, die bisher keinen Kitaplatz haben, Termine bei Behörden wahrnehmen oder Sprachkurse besuchen können.
  • Nachmittags wird eine Hausaufgabenbetreuung für Schulkinder angeboten. Weitere Angebotefür Kinder sind zum Beispiel gemeinsame Bastelstunden.
  • Angebote der Erwachsenenbildung sind in Vorbereitung.

Wo wird weitere Unterstützung benötigt?

Viele Geflüchtete haben nur wenig Kontakt zu Alteingesessenen und daher wenige Möglichkeiten, ihre Deutschkenntnisse im Alltag zu verbessern. Besonders gefragt sind daher Angebote, die beim Deutsch lernen helfen, zum Beispiel regelmäßige Gespräche bei einer Tasse Tee. Auch Hilfe beim Ausfüllen von Formularen oder Begleitung bei Behördengängen kann eine wichtige Unterstützung sein.

Für regelmäßige Angebote wie zum Beispiel Hausaufgabenhilfe oder Kinderbetreuung freut sich die Berliner Stadtmission über zusätzliche ehrenamtliche Unterstützung.

Da in der Unterkunft viele junge Menschen leben, sind zusätzliche Aktivitäten speziell für Jugendliche, z.B. im Bereich Sport oder Musik, eine großartige Unterstützung.

Wenn Sie sich vorstellen können, hier aktiv zu werden, sprechen Sie bitte den Ehrenamtskoordinator der Unterkunft, Herrn Christoph Braun an (E-Mail: braun@berliner-stadtmission.de Mobiltelefon: 0151 165 847 70). Auch das BENN-Team unterstützt und berät Sie gerne.

Was bedeutet BENN? Und was bietet BENN im MV für „alte“ und für „neue“ Nachbarinnen und Nachbarn?


Die Abkürzung BENN steht für Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften – ein Programm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Im Auftrag des Berliner Senats setzen wir uns dafür ein, gemeinsam mit alteingesessenen Nachbarinnen und Nachbarn, Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft, Schulen, Kitas und anderen sozialen Einrichtungen im Märkischen Viertel eine lebendige und bunte Nachbarschaft zu gestalten – u.a. durch Feste und gemeinsame Veranstaltungen.

Wir möchten dazu beitragen, dass möglichst viele Begegnungen in der Nachbarschaft und rund um die Unterkunft stattfinden. Zusätzlich stellt der Senat finanzielle Mittel für nachbarschaftliche Aktivitäten zur Verfügung, die allen Menschen im MV zu Gute kommen. Gerne greifen wir Ihre Ideen und Anregungen für die Verwendung dieser Mittel auf – sprechen Sie uns an!

Wir sind oftmals im direkten Gespräch mit Anwohnerinnen und Anwohnern, informieren bei Veranstaltungen und im Internet über die Unterkunft und die Entwicklungen in der Nachbarschaft. Nachbarinnen und Nachbarn, Geflüchtete und alle anderen Menschen im Umfeld der Unterkunft sollen gut informiert sein, sich aktiv einbringen können und ihr Leben selbstständig gestalten.

An wen kann ich mich mit meinen Fragen, Ideen und Vorschlägen zur Flüchtlingsunterkunft wenden?

Für Ihre Fragen und Anliegen stehen wir von BENN im MV Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns telefonisch unter (030) 510 523 47 und 0176 581 512 77, oder Sie schreiben uns eine E- Mail an info@BennImMV.de

Mit Ihren Anliegen zur Unterkunft können Sie sich gerne direkt an den Betreiber – die Berliner Stadtmission – wenden. Sie erreichen die Unterkunft per E-Mail an braun@berliner-stadtmission.de oder telefonisch unter (030) 690 33 58 93.

Zum Ausdrucken dieser Informationen finden Sie hier eine PDF-Datei.